Donnerstag, 10. Juli 2025

Bürokratie aus der Hölle

Ich bin gerade dabei, Hospitations- und Praktikumsplätze zu suchen und auszumachen. Das scheitert fast, weil man so etwas bei der Arbeitsagentur anmelden muss. Ich möchte aber gerne eine Anzeige zwecks Schwarzarbeit (Praktika und Hospitationen sind hier unentgeltlich!) vermeiden.

Kontakt bekommt man nur über die App. Wenn dein Ansprechpartner im Urlaub, krank oder plötzlich in eine andere Stadt ausgeliehen ist, weil es dort noch unterbesetzt ist, kümmert sich erst einmal niemand darum.

Es bleibt nur, die 0800-Nummer anzurufen, sich durch das Callcenter zu hangeln und eine Notiz für einen Rückruf hinterlegen zu lassen. *nerv

Der entsprechende Part in der App wurde bei mir auf den allerletzten Drücker freigeschaltet, sodass ich alles eintragen konnte. Anschließend wurde es genehmigt, wodurch ich es offiziell machen konnte.

Dienstag war ich bei der Lebenshilfe und habe mir die Werkstätten angesehen. Ich war schwer beeindruckt, wie viel dort gemacht wird und wie positiv die Stimmung ist.

Egal, ob Teilnehmer oder Anleiter – jeder geht gerne zur Arbeit und fühlt sich dort wohl. Der Beruf ist sehr erfüllend, kein Tag ist gleich, er ist natürlich auch manchmal sehr anstrengend und doch so erhebend. Es ist motivierend.

Nächste Woche absolviere ich dann noch das zweiwöchige Praktikum in einer Tagespflege. Im Altenheim hatte ich bereits hospitiert und für mich herausgefunden, dass es das definitiv nicht ist.

Die Tagespflege ist vielleicht etwas anderes, da die meisten Teilnehmer freiwillig kommen, um Abwechslung in ihren Alltag zu bringen und unter Leute zu kommen.

Allerdings bin ich mir sehr sicher, dass meine Eindrücke bei der Lebenshilfe nicht zu toppen sein werden.

Danach möchte ich noch einmal zur Lebenshilfe, um dort am Tisch mitzuarbeiten und zwischen den Teilnehmern zu stehen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie es ist, mit behinderten Menschen zu arbeiten. Am Dienstag habe ich mir zunächst einen Überblick verschafft und viele Informationen gesammelt.

Ein weiterer Pluspunkt der Lebenshilfe ist, dass ich dort eine Ausbildung zur Sonderpädagogin machen kann, um besser gerüstet zu sein. Diese Ausbildung würde mir helfen, sollte ich mich noch einmal weiterentwickeln wollen, um doch noch den PSA (Psycho-Soziale-Assistenz) zu machen. Ich habe also trotz neuem Job und neuer Richtung noch alle Wege offen.





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